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Wie erfüllt man die Brandschutz-Anforderungen an den Löschwasservorrat?
Brandschutzvorschriften verpflichten zur Vorhaltung eines Löschwasservorrats. Erfahren Sie mehr über die Anforderungen, Berechnungsmethoden und Installationsoptionen.
Ausmaß des Problems
Anteil der öffentlichen Gebäude, bei denen Feuerwehrinspektionen Mängel feststellen — darunter ein unzureichender Löschwasservorrat.
Mindestfassungsvermögen von Brandschutz-Behältern für Industrie- und Lagergebäude, abhängig von der Gefahrenklasse.
Höchststrafe bei Nichteinhaltung der Brandschutzvorschriften, einschließlich der Möglichkeit einer Betriebsschließung.
Erforderlicher Zeitraum, während dessen die Brandschutzanlage für typische Objekte eine ununterbrochene Löschwasserabgabe gewährleisten muss.
Wann ist ein Löschwasservorrat erforderlich?
Die Pflicht zur Vorhaltung eines Löschwasservorrats ergibt sich aus der Verordnung des Ministers für Inneres und Verwaltung über die Brandschutz-Wasserversorgung sowie aus den bautechnischen Vorschriften.
Ein Löschwasservorrat ist vor allem dort erforderlich, wo das Wasserversorgungsnetz keinen ausreichenden Druck und keine ausreichende Leistung für die Hydrant- oder Sprinkleranlage bereitstellt, sowie in Objekten, die außerhalb der Reichweite des Wasserversorgungsnetzes liegen.
Dies betrifft unter anderem: Industrie- und Lagergebäude, Logistikzentren, Produktionshallen, großflächige Handelsobjekte sowie Wohnanlagen und öffentliche Gebäude an Standorten mit unzureichender Wasserversorgungsinfrastruktur.
Die Verpflichtung kann auch aus einer Entscheidung des Feuerwehrkommandanten resultieren, die im Rahmen des Nutzungsgenehmigungsverfahrens oder infolge einer Objektinspektion erteilt wird.
Vorschriften und Normen — wie berechnet man das erforderliche Fassungsvermögen?
Das erforderliche Fassungsvermögen des Brandschutz-Behälters hängt von mehreren in den Vorschriften festgelegten Faktoren ab:
Personengefährdungsklasse (ZL) — Gebäude werden in Kategorien von ZL I bis ZL V eingeteilt. Objekte mit höherer Gefährdungskategorie erfordern größere Löschwasservorräte.
Explosionsgefährdungskategorie — explosionsgefährdete Bereiche erfordern eine größere Löschwassermenge und eine längere Abgabedauer.
Fläche und Volumen des Objekts — je größer das Objekt, desto größer die erforderliche Löschleistung der Anlage und das Fassungsvermögen des Vorratsbehälters.
Beispiel: Für eine Lagerhalle mit einer Fläche von 5.000 m² in der Brandgefährdungskategorie PM, mit einer Sprinkleranlage mit einer Leistung von 30 l/min/m² auf einer Wirkungsfläche von 260 m² und einer erforderlichen Abgabedauer von 60 Minuten beträgt der Löschwasservorrat etwa 470 m³. Die genauen Berechnungen sollte ein Sachverständiger für Brandschutz durchführen.
Arten von Brandschutz-Behältern
Zur Speicherung des Löschwasservorrats werden je nach Standortbedingungen und Anforderungen verschiedene Behältertypen eingesetzt:
Oberirdische Stahlbehälter — die beliebteste Lösung für Industrie- und Lagerobjekte. Einfach zu montieren, zu inspizieren und zu warten. Gefertigt aus Kohlenstoffstahl mit Korrosionsschutzbeschichtung oder aus Edelstahl.
Unterirdische Behälter — werden eingesetzt, wenn kein Platz für einen oberirdischen Behälter vorhanden ist oder ästhetische Anforderungen eine oberirdische Konstruktion ausschließen. Sie erfordern einen geeigneten Korrosionsschutz und eine Isolierung.
Druckbehälter (Hydrophore) — eingesetzt in Anlagen, die einen konstanten Druck im Hydrantennetz erfordern. Ein Druckbehälter mit Luftpolster gewährleistet die sofortige Wasserabgabe unter Druck, ohne dass Pumpen gestartet werden müssen.
Die Wahl des Behältertyps sollte folgende Faktoren berücksichtigen: erforderliches Fassungsvermögen, Bodenbedingungen, verfügbaren Raum, Druckanforderungen sowie die voraussichtlichen Betriebskosten.
Folgen eines fehlenden Löschwasservorrats
Das Fehlen eines ausreichenden Löschwasservorrats hat schwerwiegende Konsequenzen:
Verweigerung der Betriebsgenehmigung — bei Neubauten verhindert das Fehlen eines im Projekt vorgeschriebenen Brandschutz-Behälters die Erteilung der Betriebsgenehmigung und die Aufnahme des Betriebs.
Nutzungsuntersagung — der Kommandant der staatlichen Feuerwehr (PSP) kann eine Entscheidung über ein Betriebsverbot für das Objekt erlassen, bis die Mängel behoben sind, was eine vollständige Betriebseinstellung bedeutet.
Geldstrafen — Verstöße gegen Brandschutzvorschriften können mit einer Geldstrafe von bis zu 500.000 PLN geahndet werden. Sollte es zu einem Brand kommen, bei dem der fehlende Löschwasservorrat zu Schäden beigetragen hat, kann die Haftung erheblich weiter reichen.
Zivil- und strafrechtliche Haftung — der Eigentümer oder Verwalter eines Objekts trägt die Verantwortung für die Gewährleistung der Brandsicherheit. Im Schadensfall stellt das Fehlen des erforderlichen Löschwasservorrats einen erschwerenden Umstand dar.
Wartung und Prüfungen von Brandschutz-Behältern
Die Montage des Behälters ist nicht das Ende — eine Brandschutzanlage erfordert regelmäßige Wartung und Prüfungen:
Regelmäßige Inspektionen — Brandschutz-Behälter sollten regelmäßigen technischen Inspektionen unterzogen werden, die die Kontrolle des Zustands der Korrosionsschutzbeschichtungen, der Dichtheit, der Armaturen sowie der Wasserqualität umfassen.
UDT-Prüfungen — Druckbehälter, die in Brandschutzanlagen eingesetzt werden, unterliegen der technischen Aufsicht und erfordern periodische UDT-Prüfungen.
PSP-Kontrollen — die Staatliche Feuerwehr (PSP) führt Objektkontrollen durch, bei denen unter anderem der Zustand des Brandschutz-Behälters, der Wasserstand und die Funktionsfähigkeit der Anlage überprüft werden.
Wasserqualität — bei Brandschutz-Behältern mit stehendem Wasser ist ein regelmäßiger Wasseraustausch oder der Einsatz eines Zirkulationssystems erforderlich, um der Entwicklung von Mikroorganismen und Korrosion vorzubeugen.
Wenn Sie sich für einen Behälter von einem Hersteller mit Erfahrung in Brandschutzprojekten entscheiden, profitieren Sie von fachkundiger Beratung bei der Lösungsauswahl und der Gewissheit, dass alle Vorschriften eingehalten werden.
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